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Ein Stück Familie

Niklas Mühlbacher, der schon im Kleinkindalter mit dem Fußballspielen begonnen hatte, ist dank seiner überaus ehrgeizigen Einstellung nicht nur ein absoluter Stammspieler, sondern mit über 250. Spielen für die Kampfmannschaft auch ein absolutes Urgestein beim FC Pinzgau Saalfelden. „Ich selbst kann mich an meine Anfänge gar nicht mehr so genau erinnern. Ich weiß aber, dass es ein Foto von mir gibt, wo ich mit zweieinhalb Jahren bereits mit der U8/U9 mittrainiert habe, auch wenn mir damals die Trikothose noch viel zu groß war. Mein gesamter Freundeskreis hat Fußball gespielt und ich bin quasi mit dem Ball aufgewachsen“, erinnert sich Mühlbacher an seine Anfänge zurück. Mit Ausnahme eines einjährigen Intermezzos in Leogang, spielt der 28-Jährige seit meinem 15. Lebensjahr bei unserem Klub und der FC Pinzgau Saalfelden ist für ihn deshalb ein Stück Familie.

„Auch wenn wir sportlich mal nicht so erfolgreich waren und um den Abstieg mitgespielt haben, hat es mannschaftlich immer super gepasst. Besonders gut verstehe ich mich mit Fatsch (Anm.: David Rathgeb) und Tandi (Anm.: Kapitän Tamas Tandari), die ich schon mein halbes Leben kenne. Wir sind mittlerweile, sowohl auf als auch abseits des Platzes gute Freunde geworden und teilen auch gemeinsame Hobbys miteinander. Diese Harmonie ist wohl auch ein Hauptgrund dafür, dass wir alle drei schon so lange beim Verein sind“, gibt der Defensivspieler einen kleinen Einblick. Mühlbacher hat beim FCPS schon sehr viele Ding erlebt: Neben bitteren Niederlagen war auch viele emotionale Highlights dabei.

„Spezielle Highlights waren für mich sicherlich mein allererstes Spiel in der Kampfmannschaft oder mein erstes Match in der Regionalliga. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir auch unser letztes Auftreten in der Salzburger Liga, als wir gegen FC Bergheim schon 0:2 hinten lagen und dann schlussendlich noch mit einem 3:2-Sieg den sofortigen Wiederaufstieg in die Regionalliga geschafft haben“, blickt der 28-Jährige auf ein paar ausgewählte Spiele zurück.

Enorme Weiterentwicklung dank Christian Ziege

Den im Sommer 2019 vollzogenen Einstieg amerikanischer Investoren in den Klub sieht der gebürtige Tiroler, der sich selbst scherzhaft als „Quoten-Tiroler des FC Pinzgau Saalfelden“ bezeichnet, überaus positiv. „Wenn der Verein durch diese zusätzlichen finanziellen Mittel plötzlich Ambitionen hat, in einer höheren Spielkasse zu spielen, ist das natürlich sehr attraktiv. Aber allein schon die Tatsache, dass man mit Spielern wie Pablo Ruiz oder Andrew Brody, die aus der ersten und zweiten amerikanischen Liga zu uns gestoßen sind und nunmehr in der Major League Soccer eine prägende Rolle spielen, zusammenspielen kann, ist das eine großartige Erfahrung. Nicht nur fußballerisch, auch dank der unterschiedlichen Kulturen und Denkweisen“, erklärt Mühlbacher und ergänzt: „Am allermeisten mitnehmen konnte ich bisher aber von unserem Trainer Christian Ziege. Als ehemaliger deutscher Nationalspieler, der als Aktiver in Deutschland, England und Italien gespielt hat, verlangt er zwar mehr als andere Trainer, das pusht dich aber stetig zum Besserwerden. Ich bin jetzt zwar auch nicht mehr der Jüngste, aber dank ihm ist bei mir mit in den letzten eineinhalb Jahren noch einiges in der Entwicklung weitergegangen“, weiß der Tiroler das Umfeld, das jetzt noch professioneller als in den Jahren zuvor geworden ist, zu schätzen.

Physiotherapeut auf Umwegen

Mit 18 Jahren konnte sich Mühlbacher überhaupt nicht vorstellen, Physiotherapeut zu werden. Er begann daraufhin Sportwissenschaften an der Universität Salzburg zu studieren, kam dabei aber mit einem Studienzweig in Berührung, der auch den Themenblock der Physiotherapie umriss. Es entwickelte sich daraufhin nun doch großes Interesse für diesen Bereich, sodass er nach dem Sport-Studium gleich noch eines für Physiotherapie in Innsbruck nachlegte. „Nach meinem Abschluss im letzten Jahr hatte ich dann das Glück, dass ich bei unserem Klub meine erste Praxiserfahrungen sammeln konnte. Inzwischen bin ich selbstständig und betreibe mit einer Kollegin in St. Ulrich am Pillersee eine eigene Praxis, wo ich zwei Tage pro Woche arbeite. Weitere zwei Tage bin ich im Krankenhaus in St. Johann in Tirol engagiert und auch im Verein bin ich nach wie vor noch als Physio tätig. Deshalb passe ich mittlerweile ein bisschen auf, dass ich mit meiner Spielweise meinen Mitspielern nicht allzu sehr weh tue, da ich mir damit ja keinen Gefallen tue. Sie liegen ja nachher bei mir wieder auf der Liege. Da liegen dann auch die Trümpfe bei mir in der Hand“, scherzt der Defensivspieler.

Über das Hier und Jetzt sowie seine Zukunft

Nach einem durchwachsenen Start mit vielen Unentschieden konnte die Mannschaft im Oktober dann mit einigen Siegen am Stück sprichwörtlich doch noch den Schalter umlegen. „Die Remis bringen das Team zwar nur bedingt weiter, dennoch waren wir in keinem Spiel unterlegen und es hat uns ab und zu einfach etwas das Spielglück gefehlt. Dennoch wissen wir, dass wir vorne mitspielen können, was uns auch in Hinblick auf die kommende Spielzeit optimistisch stimmt“, zieht der Tiroler, der in seiner Freizeit gerne auf den heimischen Bergen unterwegs ist und dort abseits des Trubels die Ruhe genießt, dennoch eine positive Herbstbilanz. Aber wohin soll die fußballerische Reise noch gehen? „Stand jetzt werde ich meine Karriere in einigen Jahren beim FC Pinzgau Saalfelden beenden. Im Fußball weiß man allerdings nie. Ein Kindheitstraum wäre sicherlich noch einmal in der 2. Liga auflaufen, bevor ich meine Schuhe an den Nagel hänge. Und wenn das passieren sollte, wird es wohl hier bei meinem Verein, dem FC Pinzgau Saalfelden passieren“, blickt Mühlbacher ein bisschen in Glaskugel.

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