News | Christian Herzog

Purer Optimismus im Schatten des Virus

Noch immer liegt eine fast greifbare Stille über der SaalfeldenArena. Unwillkürlich denkt man zurück an den Tag, als die Nachricht aus dem fernen China kam, das bestellte Flutlicht könne wegen diesem Virus nicht geliefert werden. Nicht vergessen auch die Häme, sowas könne hier nicht passieren, eine ganze Fabrik wird hier nicht stillgelegt. Weil wir ja keine Fledermäuse essen. Und Gürteltiere auch nicht. Also selber schuld, wenn man dort bestellt.

Die hellsten Bengalos (im zerebralen Sinn) meinten sogar, es wäre eine Ausrede für die nicht beantragte Bundesliga Lizenz. Und nun steht hier alles still. Ja, es wurde viel heiße Luft geblasen, nicht durch ein Horn und leider auch nicht durch eine Schiedsrichterpfeife, was uns wieder zurück zum eigentlich entscheidenden Thema bringt … wie geht es mit dem Fußball in Saalfelden weiter.

Wie jeden anderen Verein trifft es auch uns hart, wenn plötzlich sämtliche Einnahmen wegbrechen. Wir haben im März selbstverständlich sofort alle Maßnahmen umgesetzt, welche aus gesundheitlichen Gründen erforderlich waren. Unglaublich dankbar sind wir allen unseren Trainern, SpielerInnen und MitarbeiterInnen, die sofort bereit waren, alle gebotenen Maßnahmen mitzutragen. Das ermöglicht es uns nun, stabil durch diese schwierige Zeit zu kommen.

Derzeit arbeiten wir auch an Ideen und Angeboten für unsere vielen SpielerInnen in den Nachwuchsmannschaften und deren Eltern, für die es uns derzeit nicht erlaubt ist, ein Training anzubieten. Für unsere Fans haben wir sehr gute Angebote in Ausarbeitung. Bedanken möchten wir uns bei allen Sponsoren, die uns bereits jetzt volle Unterstützung zugesagt haben. Wir sind stolz euch alle an unserer Seite zu haben.

Stabilität und eine gesicherte Zukunft ermöglicht uns auch das aussergewöhnliche Projekt mit unseren amerikanischen Freuden. Gemeinsam arbeiten wir gerade mit vielen Menschen, die tausende Kilometer von uns entfernt sind daran, einen Fußballclub zu schaffen, der weltweit auch den Fans gehört. Einen Club, wo Fans nicht nur Mitglieder sind, sondern Miteigentümer, die direkt am Erfolg beteiligt sind. Eine großartige Idee von Mark Ciociola, die er gemeinsam mit Steve Paris und Trey Fitz-Gerald vor einiger Zeit an uns herangetragen hat. Wir verhehlen nicht unsere ursprüngliche Skepsis Pinzgauer Prägung, die uns aber wie schon bei der Gründung des Vereines nicht davon abgehalten hat, offen für neue Ideen zu sein. In der ersten Einstiegsphase haben sich Fußballfans von Österreich, USA, Großbritannien und Singapur beteiligt. Ab jetzt haben alle die Möglichkeit, ein Teil von diesem großartigen Fan-Projekt zu werden.

Warum nur Mitglied oder Fan sein, wenn du Eigentümer sein kannst.